WeMove Europe gGmbH

WeMove Europe gGmbH

Wir sind eine gemeinnützige Organisation, die Bildung, das demokratische Staatswesen und die Völkerverständigung in Europa fördert

Über uns

Die WeMove Europe gGmbH ist eine anerkannte gemeinnützige Organisation nach deutschem Recht, die sich der Förderung von Bildung, demokratischen Grundsätzen und einer besseren Völkerverständigung in ganz Europa, durch eine Reihe von Aktivitäten, verschrieben hat. Wir sind eine hundertprozentige Tochterorganisation der WeMove Europe SCE mbH, Genossenschaft für progressive politische Kampagnen.

Wir wollen den Europäerinnen und Europäern die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, damit sie sich eine eigene Meinung über das politische und soziale Geschehen in Europa machen können. Es soll das Verständnis zwischen den Bevölkerungen verschiedener EU-Länder wachsen und wir wollen Möglichkeiten bieten, damit Menschen über Grenzen hinweg zusammenarbeiten können.

Ein erheblicher Teil der europäischen Bevölkerung fühlt sich machtlos angesichts der Entscheidungen, die von ihren Regierungen aber insbesondere auch von europäischen Institutionen getroffen werden. Zu viele Entscheidungen werden von vielen Europäerinnen und Europäern als distanziert zu ihrer Lebenswelt empfunden. Unsere Aktivitäten zielen darauf ab, die Bürgerinnen und Bürger über die politischen Entscheidungsprozesse in Europa zu informieren. Wir wollen sie mit den notwendigen Werkzeugen auszustatten, damit sie diese Prozesse besser verstehen und an ihnen teilnehmen können. Um diese Ziele zu erreichen, folgen wir dem hier zusammengefassten Programm: .

Bürgerversammlung - CARE - Citizen Assemblies for Renewing Engagement

In Kooperation mit WeMove.EU SCE (EU), der University of Liverpool (UK), de-clilc (RO), DemNet (HU) und European Alternatives (EU) organisieren wir Bürgerversammlungen gleichzeitig in vier Ländern - Rumänien, Deutschland, Italien, Ungarn.

In Deutschland haben wir 30 Freiwillige Bürgerinnen und Bürger gewonnen, die zwar nicht vollständig repräsentativ sind, aber doch eine große Breite der Gesellschaft abbilden. Sie kommen an zwei Samstagen (26. Mai und 16. Juni 2018) in Berlin zusammen. Dort erörtern sie, welche Stärken und Schwächen einzelne Vorschläge zur Bürgerbeteiligung im Rahmen der EU haben. Sie wählen einen Veränderungsvorschlag als Priorität und arbeiten diesen für die Europäische Kommission aus. Der gleiche Prozess geschieht zeitgleich in den Partnerländern. Im Dezember 2018 gibt es eine Konferenz in Liverpool, auf der Bürgerbeteiligung auf europäischer Ebene diskutiert werden soll. Auch Bürgerinnen und Bürger, die nicht an die Versammlungsorte reisen können, haben die Möglichkeit, über eine eigens entwickelte Software teilzunehmen.

YouMove Europe

Für viele Menschen ist ein eigenes bürgerschaftliches Engagement keine Selbstverständlichkeit. Sie wissen oft nicht, wo und wie sie anfangen können, um ihre Wünsche nach Veränderung einzubringen. Wir haben You.WeMove.EU ins Leben gerufen, um den Menschen ein Werkzeug an die Hand zu geben, das hier abhilft.

You.WeMove.EU ist eine Online-Plattform für Bürgerinnen und Bürger und die Organisationen der Zivilgesellschaft, die die europäischen Entscheidungsprozessen verstehen und sich selbst beteiligen wollen. Wir haben das Instrument entwickelt und verwalten es. Es ermöglicht Menschen aus allen Ländern der EU, ihre eigenen Kampagnen zu Themen zu starten, die ihnen am Herzen liegen. Allerdings schließen wir alle Kampagnen aus, die dazu geeignet sind, gegen die Menschenrechte zu verstoßen.

You.WeMove.EU ist eine mehrsprachige, benutzerfreundliche Plattform. Bürgerinnen und Bürger, die Petitionen starten, können sich an uns wenden, um Hilfe und Anleitung zu erhalten. Wir arbeiten auch an einer Anleitung, mit der die Bürgerinnen und Bürgern die richtigen Adressaten für ihre Petitionen leicht identifizieren können.

Die Plattform soll auch als Brücke zwischen Menschen fungieren, die ähnliche Probleme über Ländergrenzen hinweg angehen wollen. Wo es Synergien zwischen den jeweiligen Nutzer/innen gibt, verbinden wir sie in ihrer Arbeit. So fördern wir Toleranz und eine bessere Verständigung zwischen den Menschen in Europa.

Die Europäische Bürgerinitiative: Unterstützung und Sichtbarkeit

Wir wollen die Zivilgesellschaft möglichst breit unterstützen und ihr die Wege der Beteiligung ebnen, die bereits von der EU angeboten werden. Das wichtigste Instrument der Bürgerbeteiligung auf europäischer Ebene ist die Europäische Bürgerinitiative (EBI). Dieses Instrument wollen wir sichtbar und erfahrbar machen.

Die EBI ist ein Instrument der direkten Demokratie, das allen Bürger/innen in Europa offen steht und mit dem alle der Europäischen Kommission Rechtsvorschriften zur Überprüfung vorschlagen können. Um Vorschläge erfolgreich bei der Kommission einreichen zu können, sind eine Million Unterschriften aus mindestens sieben EU-Ländern notwendig. Dieses wichtige Instrument der europäischen Demokratie wollen wir fördern. Ob die EBI als Instrument von der europäischen Bevölkerung anerkannt wird, hängt sehr stark auch vom Erfolg der einzelnen Vorschläge ab. Seit Einführung der EBI im Jahr 2011 gab es nur drei Initiativen, die mehr als eine Millionen Unterschriften gesammelt haben. Die Mobilisierung der Bürgerinnen und Bürger in dieser Größenordnung ist kein leichtes Unterfangen, und deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, diejenigen zu unterstützen, die wie wir die allgemeinen Menschenrechte als grundlegende Werte anerkennen.

In den Jahren 2016 - 2017 haben wir zwei EBIs begleitet:

Die Initiative „People4Soil“, setzt sich für den Schutz des Bodens gegen Umweltgifte und Erosion ein. Wir haben vor allem unsere Erfahrungen aus der technischen Abwicklung der Online-Unterschriften übermittelt.

Mit der EBI „Stoppt Glyphosat“ regten 2016 eine handvoll Umweltorganisationen eine Reform des europäischen Zulassungsverfahrens für Pestizide an. Unsere Aufgabe war es, die Kommunikation und Kooperation der verschiedenen Partner zu fördern und ihnen das Instrument der EBI nahe zu bringen.

Unser Team

Christoph Bautz, Geschäftsführender Vorstand bei Campact.de und unser Geschäftsführer ab Juni 2018

Christoph ist Diplom-Biologe und Politikwissenschaftler. Nach dem Ende seines Studiums baute er die Geschäftsstelle von Attac-Deutschland mit auf und koordinierte die Öffentlichkeitsarbeit von Attac. Zusammen mit Felix Kolb gab er den Anstoß zur Gründung der Bewegungsstiftung, die sich die Förderung von Kampagnen und Projekten sozialer Bewegungen zum Ziel gesetzt hat.

Gemeinsam mit Günter Metzges initiierte er die Gründung von Campact und arbeitet seit 2004 als Campact-Geschäftsführer.

Paola Pierri ist unsere Fundraiserin und Koordinatorin für CARE

Paola hat 15 Jahre Arbeitserfahrung in den Bereichen Organisationsentwicklung und Fundraising gesammelt. Sie hat unter anderem  Fachkompetenz in strategischer Entwicklung von Organisationen und von Geschäftsmodellen. Bevor sie zu uns kam hat Paola in London gearbeitet.

Sie ist eine streitbare Aktivistin für soziale Gerechtigkeit, das Recht auf Staatsbürgerschaft und Migration. Sie ist Europäerin und lebt in Berlin.

Unsere Ehemaligen

Oliver Moldenhauer war unser Geschäftsführer bis Mai 2018

Oliver Moldenhauer hat mehr als 25 Jahre Erfahrung in Engagement für einen gesellschaftlichen Wandel. Nach seinem Physikstudium arbeitete er vier Jahre am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Im Jahr 2000 war er einer der Gründer von Attac in Deutschland. Ab 2007 hat er über sechs Jahre die Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland geleitet, die sich für den sicheren Zugang zu lebens­rettenden Medikamenten weltweit einsetzt.

Oliver hat seine erste politische Webseite 1993 erstellt und ab Beginn der 2000er an einer Vielzahl von Online-Kampagnen mit­ge­arbeitet. 2013 war er Kampagnenmanager Europa bei SumOfus.org und 2014 Campaigner für erneuerbare Energien bei Campact.de. Er ist der Gründungsgeschäftsführer der WeMove.EU gGmbH.

David Schwartz war unser Koordinator für die ECI

David koordinierte die von uns koordinierte Europäische Bürgerinitiative (EBI) zu Glyphosat. Bevor er zu uns gekommen ist, hat David in den Bereichen Kommunikation, Forschung und Digitales an einer Vielzahl von Kampagnen gearbeitet. Dazu gehörten unter anderem die Debatte um das EU-Referendum in Großbritannien, Minderheitenrechte in Israel, sowie die Bewertung der Sozial- und Umweltstandards der Weltbank.

David interessiert sich für die Themen Arbeit, Migration, Staatsbürgerschaft und Transnationalismus. Außerdem beschäftigt er sich gerne mit Technik, Internet und Design.

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