Gehen Sie zum HauptinhaltZur Fußzeilennavigation springenWeMove Europe gGhmbH

Allgemeine Kampagnen und Projekte

2025

GVO-Lebensmittel müssen reguliert und gekennzeichnet werden!

Group of people gathered in front of the EU Parliament in Brussels for a manifestation

Die Europäische Union verfügt über Vorschriften zu genetisch veränderten Organismen (GVO). Im Laufe der Jahre gab es jedoch mehrere Versuche, die geltenden Rechtsvorschriften zu ändern und GVO-Lebensmittel zu deregulieren. Bereits im Jahr 2022 startete die WeMove Europe gGmbH gemeinsam mit einer starken Koalition von Partnern eine Kampagne, die darauf abzielte, GVO-Lebensmittel weiterhin zu regulieren und zu kennzeichnen. Allein die Kampagne „GVO-Lebensmittel müssen reguliert und gekennzeichnet werden“ sammelte über 180.000 Unterschriften, und insgesamt kam die Koalition auf mehr als 400.000 Unterschriften. Damit wurde der Europäischen Kommission und den EU-Regierungen eine deutliche Botschaft übermittelt, dass die Menschen in ganz Europa weiterhin eine Regulierung von GVO-Lebensmitteln wünschen. Im Jahr 2025 versuchte die polnische EU-Ratspräsidentschaft, eine Einigung über die Deregulierung von GVO zu erzielen. Der Vorschlag der polnischen Regierung war unvereinbar mit den zentralen EU-Grundsätzen des Gesundheits- und Umweltschutzes sowie den Rechten von Landwirtinnen und Verbraucherinnen; daher mobilisierten wir unsere Gemeinschaft, E-Mails an den polnischen Minister für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zu senden, um ihre Besorgnis zum Ausdruck zu bringen. Der polnische Landwirtschaftsminister Czesław Siekierski antwortete auf unsere E-Mail, doch der Vorschlag wurde in einer noch schlechteren Fassung vorangetrieben. Wir beschlossen daher, zu versuchen, Einfluss auf die belgische Regierung zu nehmen (Belgien als Schlüsselstaat). Wir baten unsere Mitglieder, persönliche E-Mails auf Französisch an den Staatssekretär in der Bundesregierung und andere wichtige Bundesminister zu schreiben, die an der Entscheidung beteiligt waren. Infolgedessen wurden 1.139 E-Mails an nationale Adressaten der ersten Aktion und an das polnische Ministerium gesendet, und 2.084 E-Mails wurden von Mitgliedern an belgische Adressaten verschickt.

Belgien hat zusammen mit acht weiteren EU-Ländern während der Sitzung des Ausschusses der Ständigen Vertreter (COREPER) in Brüssel keine Unterstützung signalisiert. Eine qualifizierte Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten sprach sich jedoch für die Deregulierung gentechnisch veränderter (GV) Pflanzen aus, die unter Verwendung sogenannter neuer Genomtechniken (NGTs) hergestellt wurden, und es liegt nun am Europäischen Parlament, diese Vereinbarung abzulehnen.